Nachbetrachtungen

ISIC – Der internationale Studentenausweis

Prinzipiell ist der ISIC eigentlich nichts wert in den USA. Man findet, außer in einigen Museen, kein Preisschild mit einem Schüler/Studenten/Rentnerrabatt. Einzig die Kaste der Militärangehörigen ist rabattberechtigt. Wenn man in Uniform auftaucht ist sogar meist alles gratis.

Der von mir erhoffte Rabatt von 10% bei Motel 6 wurde uns nicht gewährt. Wie bereits erwähnt schauten die Profi-Angestellten hinter der Theke uns meist nur wie kleine Eulen an. Mit großen Augen. Nach etwas recherchieren auf der ISIC Seite, fand sich dann doch eine nützliche Information. Die Suche von ISIC wurde inzwischen geändert. Vorher war die grob gesagt unbenutzbar. Aber mit dem ISIC muss man sich erst auf myISIC eine Motel 6 Customer Plus Id besorgen. Also das was Leute haben die da häufiger sind 🙂 Nunja da will ich jetzt meine Kritik an Motel 6 dahingehend zurücknehmen, weil ich hätte ja mehr Informationen einholen können. Man hätte die Information aber auch etwas besser zugänglich machen können.

Ein bisschen wurmt mich, dass ich gerade lese das man auch die Citypasses mit 10% Rabatt bekommen hätte.

Die restlichen Rabatte sind dennoch irgendwie uninteressant. Blumen, Apple, Microsoft,…

ADAC

Erstaunlicherweise hat sich die AAA Erweiterungskarte für ADAC Mitglieder gelohnt. Wenn auch nur einmal für ein Gutscheinheft. Aber hey, für eine gratis Karte. Die viel versprochenen „Show your Card & Save“ gibt es dann doch nicht so häufig. Wenn man dann explizit nachfragt hat man wieder große Augen vor sich oder wird abgeschmettert.

Internationaler Führerschein

Interessierte zumindest bei uns keinen Mensch. Die Autovermietung fand unseren europäischen Führerschein ausreichend. Im Motel 6 wurde man immer nach einer ID gefragt. Weil unser Führerschein ihrem ähnelt haben sie den auch gelten lassen. Eigentlich war es egal, Hauptsache die Fachkraft konnte den Namen und eine beliebige Nummer ins Formular eingeben.

Automatik und Tempomat

So blöd ist das nicht. Auf amerikanischen Straßen führte diese beiden Technologien immer dazu das meine Arme eingeschlafen sind. Das war besonders bei den im Mittelwesten recht seltenen Kurven blöd 🙂 Selbst im recht bergigen Yosemitepark und Death Valley fuhr sich das ganze hervorragend. Da die Schaltung für manuell gewählte Gänge auch nur elektronisch war, konnte man beliebig schalten und walten und alles lief flüssig.

Technik

Am Ende benutzten wir alle 4 Autosteckdosen, es waren immer angesteckt USB-Charger für diverse Handys, ein Tablet und das Navi. Den Radiotransmitter brauchten wir nicht benutzen, denn der Sienna hatte einen AUX-Eingang.

Eine Kühlkiste, nicht mal eine passive, haben wir dann doch nicht gekauft. Es ging auch ohne. Das Wasser war trotzdem trinkbar. Eiskaltes Bier wurde abends im Motel im Eisbad gemacht.

Android Apps

Es war interessant anzusehen was Leute mit ihrem Tablet und/oder Smartphone machen. Die Gruppe läuft so durch die Landschaft und fragt sich wo man jetzt hin muss. Es ist erstaunlich das man dann den Benutzer des omnipräsenten Tablets dann auf die Fähigkeit desselbigen Kartennavigation auszuführen hinweisen muss.

Sonst wurden von mir die Apps WordPress, Dropbox/Cryptbox und ganz besonders wichtig SplitTheTab genutzt. Die App von Motel 6 war ihrem gedruckten Pendant schlicht unterlegen.

Bilder, Verrückte

Der Bad Boy Bone Collector… für den Gegenwert eines Kleinwagens… mit Knifftenhalterung.

Ja das ist eine MÄNNER M! Hätte man bestimmt doch irgendwem mitbringen können 🙂

StreetArt? Über „Hangin‘ round“ könnt ich mich immer noch kugeln.

In mir haben bei diesem Angebot der Pazifist und der CounterStrike-Spieler mit einander gestritten. Aber alles zwischen einer Glock und einem Granatwerfer zur Unterhaltung anzubieten, ist schon sehr amerikanisch. Sehr Amerikanisch und aus europäischer Sicht komplett verrückt.  Ich bitte auch die RPGs auf dem Buggy zu beachten.

Disneyland und Abschied

Auf vielfachen Wunsch noch ein Abschlusseintrag über unsere letzten Tage und die Rückkehr.

Ja wir sind wieder angekommen. 🙂

Die letzten 5 Tage haben wir dann eigentlich keinen Roadtrip mehr in dem Sinne gemacht, das wir umher gefahren sind, um des Fahrens willen. Wir haben etwas sehr viel spaßigeres gemacht. Wir sind 5 Tage ins Disneyland. Yehaa! Also genaugenommen 3 Tage Disneyland Resort Kalifornien und das Disney California Adventure. 1 Tag Universal Studios. 1 Tag Seaworld San Diego. Das ganze mit dem Southern California Citypass. Für 227€ geradezu ein Schnäppchen.

3 Tage sind wirklich nötig für einen ausführlichen Disneylandbesuch. Es gibt sehr viele Attraktionen. Das Das Disneyland Resort ist vom Aufbau und den Attraktionen dasselbe wie in Paris, Miami etc.. Bei strahlendem Sonnenschein war es aber eindeutig besser als bei Regen in Paris. Disney California Adventure ist der danebengelegen Freizeitpark. Da Brina noch nie in Disneyland war, war sie natürlich entsprechend geflasht.

Und nach über 15 Jahren war das wirklich sehr lustig. Insbesondere ist anzumerken das die Stimmung der Leute sehr zu einem guten Disneylandbesuch beiträgt. Die sind wirkliche alle aufgeregt und voller Vorfreude. Es läuft im Fernsehen dort eine Werbung, wo der glückliche Familienvater Freudensprünge macht. So einen Vater haben wir dann wirklich in real gesehen. Die Parks sind vom Administrativen und der Planung wirklich extrem gut gemacht. Das California Adventure fügt dem Gesamtensemble noch ein paar Schmankerl wie das Hollywood Tower Hotel oder die Achterbahn Scream. Sehr beeindruckend war die Show Colors of Magic. Dagegen stinkt die Fontäne vor dem Bellagio in Las Vegas ziemlich ab. Ist aber auch nur einmal am Abend. Über eine Stunde Wasser, Licht, Feuer, Laser und Videoshow. Achja, und man wird nass, sehr nass. Grob 200 Fontänen die Wasser 30 m hoch blasen, sorgen für einen recht andauernden Regen.

Das Universalstudio bietet mehr aufregende Attraktionen. Alles ist mindestens mit Tieffallen oder Schockmomenten verbunden. Nicht so wie die Nemounterwasserfahrt 🙂
Ich habe leider den Fehler begangen zuerst ins House of Terror zu gehen. Danach war der Tag gelaufen, denn dieses Gruselkabinett hat ganz schön eingeschlagen. Die meisten Attraktionen kannte ich ja zum Glück schon von ’98.

Das Seaworld San Diego wartet mit umso mehr Tiervorführungen auf. Die Fahrattraktionen beinhalten bis auf ein winziges Karussel das vollständige Nasswerden. Die Tiervorführungen sind wirkliche recht beeindruckend. Dafür werde ich aber jetzt von allen Tierschützern verteufelt. (In Disneyland gibt es dafür gar keine echten Tiere. Bis auf die Bäume sind auch die Pflanzen meist unecht.)

 

Am letzten Tag wurde dann noch einmal ein Supermarkt (Jack Daniels Honey) und der gegenüberliegende Millions of Milkshakes (*lechz*) gestürmt.

Dann kam auch schon der Rückflug. War halt über 10 Stunden lang, aber nicht wirklich anstrengend. Ein Hoch den Thrombosetabletten, das wir auch dieses mal nicht an spontanen Aneurismen dahin geschieden sind 😀

Am Flughafen wurden wir dann auch schon erwartet von den Eltern und meinem Bruder. Dann gings  nach Biesdorf zum Essen fassen bei den Eltern 🙂

Los Angeles

Endlich in Los Angeles angekommen. Als ersts fällt das massive Verkehrsproblem auf. Richtig hübsch ist die Stadt auch nicht.

Aber als Highlight haben wir erst einmal auf der Queen Mary eingecheckt. Ja genau, dem Kreuzfahrtschiff. Das liegt jetzt in Long Beach dauerhaft vor Anker.

Eine Moviestarhomes Tour hat uns dann zum Ausblick über L.A. und das Hollywood Schild gebracht. Stars haben wir aber nicht gesehen.

Ein paar der Häuser sind schon recht nett.

Rodeo Drive ist aber grundsätzlich nur teuer und wenig interessant. Bis vielleicht auf den 2,5 Mio. € Bugatti.

Wir sind dann noch nach St. Monica runter um wenigstens etwas vom Strand zu haben. Wir waren auch in Malibu Beach, aber da war der Strand auf eine Lücke für Abwasser eingegrenzt, zwischen den Strandhäusern.

Von St. Monica Pier ging es dann rüber nach Venice Beach zu den Kiffern.

 

Grand Canyon

Weniger lebende Natur und nur noch pure Größe. 2 km tief und 200 km lang

Wir haben uns dann eine kleine Lodge gesucht und bei der ersten Durchfahrt dachten wir das da eine Elchstatue rumsteht. Der war aber echt.

Wir sind dann zum Sonnenuntergang zum Hopi Point aufgebrochen.

Am nächsten Tag kam dann der grosse Hubschrauberflug.

So konnte man dann auch den Colorado komplett sehen. Wir haben uns dann doch gegen Rafting entschieden.

Las Vegas

Das Disneyland der Betrunkenen. Einige Leute scheinen es sich als Lebensziel gesetzt zu haben, einmal in Las Vegas richtig einen drauf zu machen. Selten so viele betrunken, vollkommen überstylte Leute gesehen.

Noch nicht mal aus dem Hotel raus, schon eine Besonderheit gefunden.

Ausser den gratis Shows haben wir uns alles gespart. Die Preise in Vegas sind doch ganz leicht abgehoben.

Mirage und Bellagio kommen im Gegensatz zum Treasure Island und den meisten anderen Hotels ohne Werbung mit Brüsten drauf aus.

Claudi hat sich dann noch etwas Action im Rollercoaster des New York gegeben.

Yosemite

Alles sehr beeindruckend. Reißender Fluss, hohe Berge, schäumende Wasserfälle und grossartiger Wald. Ein bisschen Wildleben hat noch gefehlt.

Ein paar Menschen sind auch zu sichten.

Der mächtige El Capitan.

Die Bridalfälle. Sehr nass.

Die Meltdownfälle die nur durch Schmelzwasser gespeist werden.

Das Tal im Überblick.

 

100 verschiedene Wanderwege soll es geben.

Der sogenannte Halfdome.

 

Der Nordausgang war eine Woche vorher noch gesperrt. Wegen Schnee. Bei uns lag sogar auch etwas.

 

Mate: guayaki – organic yerba mate

Ohne Zucker. Ohne sprudel. Nur mate.
Voll jut. Schmeckt wie starker, kalter grüner Tee. An den Geschmack muss man sich nicht gewöhnen. Schmeckt im Vergleich zu den brizzelbrausen aber fad. Für den täglichen Gebrauch aber bestimmt besser geeignet als zuckerwasser.
Bin immer noch wach, das soll aber nichts heissen. Mal schauen wie es später ist.

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